Prolog


Zukunft beeinflussen ... gestalten – skizzieren – formen – erarbeiten – erschaffen – entwerfen – ausarbeiten – bewegen – einwirken –
verändern – modellieren – prägen – umsetzen ... nur die Gegenwart und das Jetzt ist gestaltbar, aber was wir heute säen, werden wir
morgen ernten – so oder so!


Worum geht es bei «gesellschaftsdesign»?

Es geht um die Frage nach der Zukunft. Unser gegenwärtiger Lebensstil und unser aktuelles Wirtschaftssystem kommt in den verschiedensten Bereichen an Grenzen und ein Paradigmenwechsel ist unerlässlich. Die Gesellschaft ist von einer durch und durch ökonomisierten, stark egozentrischen hin zu einer kooperativen, gemeinwohlorientierten Lebensweise zu transformieren.

Im Weiteren hat ja auch bereits seit einiger Zeit ein gesellschaftlicher Wandel eingesetzt, da immer mehr Menschen einsehen, dass es so wie es heute läuft nicht mehr weitergehen kann: Klimaveränderung, begrenzte Ressourcen versus Wirtschaftswachstum, Kluft zwischen Arm und Reich, demographische Entwicklung (alternde Gesellschaft), Umwälzungen durch Digitalisierung, künstliche Intelligenz sowie selbstlernende Systeme und die immer komplexer werdende Welt.

«gesellschaftsdesign.ch» geht von der Annahme aus, dass die Gesellschaft als formbaren Raum betrachtet werden kann und aktiv gestaltbar ist. Menschen können als Gestalter willentlich Einflussnahme auf einen sozialen Organismus ausüben, um diesen zu verändern und durch einen kreativen Schaffensprozess die „ästhetische Erscheinung“ der Gesellschaft formen. Dies ist unerlässlich, da die heutigen Organisationsstrukturen und Wirtschaftsmodelle keine Lösung für die Komplexität der Welt und die damit zusammenhängenden anstehenden Herausforderungen haben. «gesellschaftsdesign.ch» möchte ermutigen, inspirieren und motivieren ins Stocken geratene Lebenswelten neu zu denken oder bereits angedachte Konzepte und Lebensvarianten weiterzudenken, um im Blick auf die zukünftigen Anforderungen vorbereitet zu sein – es geht um das Entwerfen von Zukunftsbildern über mögliche zukunftsfähige Lebensweisen.

«gesellschaftsdesign.ch» setzt sich mit den folgenden Themen auseinander: Design als Disziplin für die Gestaltung von Produkten, Objekten, Prozessen und Dienstleistungen ist bekannt. Design hat aber auch in einer erweiterten Betrachtungsweise ein enormes Potenzial. Und genau damit setzt sich «gesellschaftsdesign.ch» auseinander: Design als Disziplin für die Gestaltung von Gesellschaft im grösseren politischen und sozialen Zusammenhang, für die Erarbeitung neuartiger Praktiken und Spielregeln, und zur Mithilfe und Modellierung von Veränderungsprozessen, die dazu beitragen, dass die Gesellschaft sich in eine zukunftsfähige, humane Richtung entwickeln kann (siehe Seite «Gesellschaftsdesign» und «Form follows sense».)

In den vergangenen Jahren ist in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen etliches aus dem Ruder gelaufen und es braucht dringend entsprechende Analysen, um einerseits die falscheingeschlagenen Wege aufzeigen zu können und andererseits praktische Lösungsansätze zu modellieren, die zu Handlungen führen, um die Fehler zu korrigieren und das Gleichgewicht wieder herstellen zu können. Dies gilt vor allem auch für die Art und Weise des aktuellen Wirtschaftens und es sind Erwartungen an eine nachhaltige Wirtschaftsordnung aufzuzeigen, die einerseits nachvollziehbar sowie andererseits praktisch realisierbar sind.

Wirtschaftliche Zusammenhänge sind keine Naturgesetze und sind gestaltbar. Markt ist auch immer wieder neu zu denken! Die Seite «Markt» geht auf die Frage ein «Wofür und wieviel Markt brauchen wir?», und es gilt zu klären, was der Markt am effizientesten erfüllt und was auch «die unsichtbare Hand des Marktes» nicht richten kann. Ebenfalls ist auf dieser Seite ein empfehlenswerter Link zu einer interessanten, anregender Lernplattform über «Plurale Ökonomik für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Wirtschaftsweise» aufgeführt.

Der Leitgedanke für den Wandel sollte auch für das Wirtschaften ‹ein gutes Leben für alle in einer humanen Gesellschaft› heissen.
Da das neoliberale Wirtschaftssystem und die damit verbundenen Wertvorstellungen ins vergangene Jahrhundert gehören, ist für
die Zukunft ein neue Wirtschaftskonzept zu denken. Verschiedene Konzepte sind unter «Alternative Wirtschaftssysteme» aufgeführt und weiterzudenken. Was verbindet z. B. die beliebten Krapfen «Donuts» mit Ökonomie? Oder was ist die «Modern Monetary Theory (MMT)»? Die einzelnen Modelle sind kurz erklärt und Links weisen auf vertiefte Informationen hin.

Neben dem Wunsch nach echten Lösungen für die enormen ökologischen Herausforderungen steht auch das Problem der Ungleichheit und der Verteilungsfrage ganz vorne auf dem Sorgenbarometer. «Gerechtere Gesellschaft» setzt sich mit einer der drängendsten Herausforderung unserer Zeit auseinander und widmet sich der Armuts- und Ungleichheitsbekämpfung. Um diese Kluft zwischen Arm und Reich zu vermindern braucht es zwingend ein neu gedachtes, faires Steuersystem. Im Weiteren sind einige absurde Verhältniszahlen in Bereich "Bruttoinlandprodukt", "Vermögen" und "Derivaten" aufgeführt, die veranschaulichen wie weit sich das Finanzsystem von der Realwirtschaft entfernt hat!

Der Inhalt unter «Transformation» beleuchtet den Prozess des Wandels, den Weg der Veränderung, vom aktuellen Zustand (IST) hin
zu einem angestrebten Ziel-Zustand in der nahen Zukunft. Zu klären ist auch die wichtige Frage, weshalb Menschen trotz der Kenntnis über die schädlichen Seiten von Systemen und Lebensweisen, keine Kehrtwende einleiten wollen. Vieles ist also richtig erkannt und es liegt nun auf der Hand, was sein müsste und trotzdem verhindert etwas die notwendigen Veränderungen in Schwung zu bringen – und es passiert nichts! Wie lässt sich also ein fundamentaler und dauerhafter Wandel umsetzen?

Die Macht von Erzählungen, um komplexe Sachverhalte und Phänomene zu verdeutlichen und dadurch dem Zuhörer zu verstehen verhilft, wie Dinge einzuordnen sind, bietet ein Potential Menschen zu erreichen. So geht es beim Thema «Neues Narrativ» darum, dass sinnstiftende Geschichten über bildhaft anschauliche Zukunftsvorstellungen zu entwickeln sind. Durch kreieren von Zukunftsbildern, durch skizzieren von Zukunftsvorstellungen, durch aufstellen von möglichen Zukunftsszenarien, und durch deren Verarbeitung in Erzählungen und Geschichten können zukunftsfähige Lebensräume veranschaulicht werden. Die Zukunft ist offen und wie alles ausgeht wissen wir nicht – aber wir können Einfluss auf die Zukunftsgestaltung ausüben, was narrativ geschieht – durch Geschichtenerzählung über die Vorstellung von Zukunftsbildern als Handlungsanleitungen zur Gestaltung der Gegenwart. Es ist dann zu hoffen, dass diese Gestaltungskraft eines dynamischen Zukunftsdialoges dann auch die Zukunft zum Guten entwickelt.

Lasst uns Dinge durch-, nach- und vordenken und kleine, aber konkrete Schritte wagen und umsetzen, um Erkanntes in verschiedenen Experimentierräumen umzusetzen. Dies ist eine Chance, dass sich daraus eine soziale Skulptur, eine zukunftsfähige, humane Gesellschaft entwickelt. Bitte schreibt eure Ideen, Vorschläge und Gedanken an mail@gesellschaftsdesign.ch.

Hier noch ein Link zu einem überzeugenden Essay über "Design formt Gesellschaft" von Friedrich von Borries: 
https://www.bpb.de/apuz/287808/design-formt-gesellschaft?p=all


Ideen & Projekte entwickeln ... nachdenken – vordenken – mitdenken – umdenken – ausdenken – überdenken – andenken –
weiterdenken – durchdenken – neu denken – querdenken – kreuzdenken – bedenken – fertig denken   ... heute Zukunft denken.

 


Kontakt:               
Stefan Mantel              
CH-8820 Wädenswil
mail@gesellschaftsdesign.ch